Unzertrennliche / Agaporniden sind etwa 13-17cm große, kurzschwänzige Kleinpapageien und gehören neben Sperlingspapageien und Fledermauspapageien zu den kleinsten Papageien auf der Erde. Agaporniden haben in der Regel ein grünes Gefieder und weisen, je nach Art, unterschiedliches Kopfgefieder auf. Bis auf drei Agapornidenarten kann man äußerlich bei keiner das Geschlecht feststellen. Acht der insgesamt neun Agapornidenarten haben ihre Heimat auf dem afrikanischen Festland. Nur eine Art, die Grauköpfchen, sind auf der Insel Madagaskar beheimatet.

Erdbeerköpfchen (Agapornis lilianae)    
Lilian's Lovebird    
     

Das Erdbeerköpfchen wird 14cm groß. Weibchen und Männchen sind gleich gefärbt. Das Grundgefieder ist grün. Der Kopf ist orangerot, der Nacken gelbgrün. Die Augenringe sind weiß und der Schnabel ist rot. Wenn das Bürzel grün ist, handelt es sich um ein reines Erdbeerköpfchen. Bei einem Mix ist ein Blauanflug zu sehen.

Das Erdbeerköpfchen kommt vor allem im Südosten von Afrika vor. Sie leben vorzugsweise an Flüssen und Seen und in Gebieten mit Feigenbäumen.

In Menschenobhut gibts es Erdbeerköpfchen öfters als etwa Grauköpfchen oder Taranta/Bergpapageien.

     
    Grauköpfchen (Agapornis canus)
    Grey-headed Lovebird
     

Das Grauköpfchen wird 13-14cm groß. Das Weibchen ist einheitlich grün gefärbt. Das Männchen hat einen grauen Kopf, Hals und Brust. Somit ist eine Unterscheidung der Gechlechter möglich.

Das Vorkommen des Grauköpfchens beschränkt sich auf die Insel Madagaskar und einige umliegende Inseln.

Grauköpfchen sind in der Regel sehr scheue Vögel. Die in der Gefangenschaft lebende Anzahl von Grauköpfchen hält sich sehr gering. Etwa wie die Anzahl der Taranta/Bergpapageien.

     
Grünköpfchen (Agapornis swindernianus)    
Black-collared Lovebird    
     

Das Grünköpfchen wird 13-14cm groß. Weibchen und Männchen sind gleich gefärbt. Sie tragen komplett grünes Gefieder und haben einen schwarzen Schnabel.

West- und Zentralafrika ist die Heimat des Grünköpfchens. In ihrer Heimat begeben sie sich nur sehr selten auf den Boden. Sie sind daher sehr schwer zu fangen.

Bis auf einige wenige Versuche, das Grünköpfchen in Gefangenschaft zu halten, die nach wenigen Tagen mit dem Tod endeten ist von dem Grünköpfchen am wenigsten bekannt. Sie ernähren sich fast ausschließlich von einer wilden Feigenart, die zudem einen bestimmten Reifegrad haben muss. Dies ist u.a. ein Grund, dass von dem Grünköpfchen leider zuwenig bekannt ist.

     
    Orangeköpfchen (Agapornis pularius)
    Red-faced Lovebird
     

Das Orangeköpfchen wird 14-15cm groß. Das Weibchen ist wie das Männchen überwiegend grün. Es ist im Kopfbereich etwas weniger rot. Beim Männchen ist der Flügelrand blau. Der Schnabel ist orangerot.

Das Orangeköpfchen lebt ebenfalls wie das Grünköpfchen in West- und Zentralafrika. Sie kommen bevorzugt in busch- und baumbestandenen Savannengebieten vor.

Orangeköpfchen sind etwas weniger als die Taranta/Bergpapageien in Menschenobhut zu finden. Und auch Nachzuchten gelingen nur sehr selten.

     
Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri)    
Fischer's Lovebird    
     

Das Pfirsichköpfchen wird 15cm groß. Weibchen und Männchen sind gleich gefärbt. Stirn, Wange und Kehle sind orangerot, der Hinterkopf braungelb und der Bürzel leicht blau. Der Augenring ist weiß und der Schnabel rot. Ein besonders dunkler Kopf- und Nackenbereich deutet auf einen Mischling hin.

Das Pfirsichköpfchen kommt vor allem in Ost- und Zentralafrika vor. Sie bewohnen vorzugsweise Steppen- und Graslandschaften.

Das Pfirsichköpfchen ist von allen Agapornidenarten am besten bekannt und ist wie das Rosenköpfchen am meisten in Menschenobhut vertreten.

     
    Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis)
    Peach-faced Lovebird
     

Das Rosenköpfchen wird 16-17cm groß. Weibchen und Männchen sind gleich gefärbt. Die Grundgefiederfarbe ist grün. Kopf, Hals und Kehle sind rot, der Bürzel hellblau. Der Schnabel ist hornfarben.

Die Heimat des Rosenköpfchens ist der Südwesten Afrikas. Sie bewohnen trockene Steppen- und Savannengebiete. Sie bevorzugen Trockengebiete ans Seen oder Flüssen.

Das Rosenköpfchen gilt heute, neben dem Wellensittich, als "mutationsfreudigste" Art. Und ist am häufigsten in der Menschenobhut vorzufinden.

     
Rußköpfchen (Agapornis nigrigenis)    
Black-cheeked Lovebird    
     

Das Rußköpfchen wird 14cm groß. Weibchen und Männchen sind gleich gefärbt. Sie tragen komplett grünes Gefieder. Stirn und Scheitel sind braunrot, die Kehle orange. Sie haben weiße Augenringe und einen roten Schnabel.

Von allen Agapornidenarten, hat das Rußköpfchen das kleinste Verbreitungsgebiet. Es lebt in bewaldeten Flusstälern im Südwesten Sambias (Südafrika).

Das Rußköpfchen umfasst nur eine kleine Weltpopulation und ist Aufgrund der ausgebrochenen unheilbaren Krankheit PBFD vom Aussterben bedroht.

     
    Schwarzköpfchen (Agapornis personata)
    Masked Lovebird
     

Das Schwarzköpfchen wird 15-16cm groß. Das Weibchen ist wie das Männchen überwiegend grün. Kopf und Kinn sind schwarz, Hals und Brust gelb.

Das Schwarzköpfchen lebt im Südosten Afrikas. Sie bewohnen spärlich bewachsene Savannen- und Graslandschaften.

In Menschenobhut gibts es Schwarzköpfchen öfters als Rußköpfchen, aber weniger als Rosenköpfchen.

     
Taranta / Bergpapagei (Agapornis taranta)    
Black-winged Lovebird    
     

Der Taranta/Bergpapagei wird 15-16cm groß. Das Weibchen ist komplett grün und deutlich kleiner als das Männchen. Die Stirn, Vorderkopf und Augenring sind ebenfalls grün. Beim Männchen sind Stirn, Augenring, Vorderkopf und Schnabel rot.

Der Taranta ist ein reiner Gebirgsvogel. Sein Verbreitungsgebiet liegt im Osten Afrikas.

Tarantas sind nicht sehr oft in Menschenobhut zu finden. Etwa wie die Grauköpfchen sind sie eher spärlich verbreitet, was auch an der nicht so leicht gelingenden Zucht liegen mag..